Sleeping Mat Transformation

2016

von Katja Müller

In den vergangenen Jahren habe ich als Designerin in der Textilindustrie gearbeitet und deren komplexe Prozesse kennengelernt, die nötig sind um Produkte Saison für Saison in Masse produzieren zu lassen. Dabei bin ich einigen Themen begegnet, mit denen ich mich in diesem Projekt beschäftigen, die ich aufzeigen und diskutieren möchte.


Dies führt mich zu einer Beschränkung auf ein spezifisches Produkt das eine klare Funktion erfüllen muss, sowie die ausschliessliche Verwendung dieses Material. Das bewusste Limitieren der Ressourcen dient mir als Experiment und als eine alternative Herangehensweise an die Entwicklung einer Kollektion, gleichzeitig aber auch als zusätzlicher und zufälliger Faktor. Meine Wahl fiel auf Schlafmatten, alles Retouren, die innerhalb eines Monats zu meinem damaligen Arbeitgeber, der Mammut Sports Group zurück geschickt wurden.


Im Vordergrund meiner Arbeit steht die Untersuchung des Materials und seine Transformation. Diese macht eine Multiplikation möglich, das heisst aus einem Ursprungsobjekt ist es möglich mehrere, in ihrere Art volkommen unterschiedliche Materialien zu generieren. Die Schnitte und Volume der entstandenen Objekte resultieren aus der Festigkeit, Oberflächenbeschaffenheit und dem Volumen des Materials. Die Objekte sind teilweise mit Velcro Kanten anstelle von Nähten versehen um so erneut Variabilität zu erlangen. Alle Schnitteile sind also eigenständig und können beliebig zu neuen Volumen und Kombinationen zusammengesetzt werden. Das Ganze verliert ihre Identität als „saisonalen Kollektion“ und wird somit modular.