Epiphora

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2022

Aqua City für komfortables Wohnen

#StudioScenography #Master-Thesis


Die Klimakrise stellt die Menschheit vor gewaltige Probleme. Die unterschiedlichen ökologischen Auswirkungen sind teilweise bereits gegenwärtig spürbar und geben einen Eindruck, wie sich das Leben, an das wir Menschen uns gewöhnt haben, in Zukunft ändern könnte. Gerade in komplexen Strukturen wie Städten dominieren zunehmend klimatische Verhältnisse, welche das erträgliche Leben zuweilen beinahe verunmöglichen. Deshalb ist es essentiell die Stadt neu zu denken und auf die unterschiedlichsten, koexistierenden Bedürfnisse anzupassen, um die künftigen Herausforderungen angehen zu können.


In seiner spekulativen Arbeit erörtert Milo ein Szenario, das auf diese Herausforderungen in der Stadt gestalterisch nachhaltig eingeht:


Ein mit Pflanzen bewachsenes, begehbares Grid zieht sich durch Basel und erzeugt eine kreative Lösung, auf die kontinuierlich steigenden Temperaturen zu reagieren. Es wird in Birsfelden mit Rheinwasser gespeist, wodurch sich der Fluss in die ganze Stadt ergiesst. Die Stadt kühlt durch die koexistierende Zusammenarbeit und Intelligenz der menschlichen und nichtmenschlichen Akteure ab und ihr Charakter ändert sich fundamental. An manchen Orten verdichtet sich das Grid, an anderen Stellen ist es licht. Auf unterschiedlich hohen Ebenen kann das Grid begangen und das Wasser auf diverse Weise erlebt werden: als Naturpool, als Nebel, als Regen oder als Wasserfall. Darüber hinaus bietet das Grid nicht-menschlichen Entitäten ein zusammenhängendes Habitat, welches über eine ausgeprägte Biodiversität verfügt und somit wertvollen Raum inmitten der Stadt mit Wasser als bindendes Element bildet. Entscheidend sind jedoch genau die Orte, welche sich Menschen, Pflanzen und Tiere teilen, sich begegnen und somit die Koexistenz von menschlichen und nichtmenschlichen Lebewesen erlebbar wird.

Mentorat:

Uwe Brückner

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Martina Ehleiter

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Ruth Scheel

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