Freiheit durch Unabhängigkeit

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2021

#StudioIntegrativeDesign #Master-Thesis


Wir leben in einer Gesellschaft, in der nicht alle die gleichen Möglichkeiten haben. Während einige Menschen leben dürfen, müssen andere überleben.


Die Arbeit von Joël Djakou beschäftigt sich mit der zunehmenden Tendenz der Ungleichheit und entwickelt ein webbasiertes Tool zur Teilhabe. Dabei fokussiert er auf den Faktor der Medien und geht die Problematik aus einer nicht gewinnorientierten, sozialen Perspektive an. Sein Vorschlag besteht aus einer Jobplattform, die Chancengleichheit ermöglichen will und die Auftragsvergabe mit der Unterstützung sozialer Projekte verbindet.

Interventionen wie die Agenda 2030, mit den dazugehörigen Zielen zur nachhaltigen Entwicklung, fordern den Wandel der Gesellschaft. Dieser Wandel soll bewusst durch Design geschehen, bevor wir den Wandel durch ein Desaster nicht mehr verhindern können.


Dabei spielt der Mensch als Designer eine zentrale Rolle und wird aufgefordert, die Folgen seines Tuns deutlicher zu hinterfragen und eine selbstkritische Haltung einzunehmen.

«Was wir brauchen, ist ein Innovationsansatz, der kraftvoll, effektiv und breit zugänglich ist, der in alle Aspekte von Wirtschaft und Gesellschaft integriert werden kann und den Einzelpersonen und Teams nutzen können, um bahnbrechende Ideen zu generieren, die umgesetzt werden und somit eine Wirkung haben.» (Brown & Katz, 2019)

Die Digitale Moderne birgt zugleich enorme Potenziale und unwägbare Risiken. Die grosse Herausforderung besteht darin, die digitale Revolution im Sinne einer nachhaltigen Sicherung eines würdigen Lebens für alle Lebewesen auf unserem Planeten zu nutzen.

Während die Gesellschaft der Industrienationen ihren ökologischen Fussabdruck substanziell modifizieren muss, heisst es für die aufstrebenden Länder der zweiten und dritten Welt, die etablierten Konzepte von Wachstum und Wohlstand zu hinterfragen und Alternativen zu entwickeln. (Banz, 2016)

Die nachfolgende Arbeit beschäftigt sich mit dieser Thematik und fokussiert dabei auf das Verhältnis zwischen Medien, Design, Aufmerksamkeit und sozialem Engagement in Bezug auf die bevorstehende Transformation, um in einem Folgeschritt dem Ziel von Freiheit durch Unabhängigkeit im digitalen Zeitalter nachzugehen.


Aus Theorie und Empirie geht hervor, dass Freiwilligenarbeit den Menschen glücklich macht. Zudem wird erkannt, dass Kommunikation das zentrale Element der Hilfsarbeit ausmacht. Umso interessanter ist es zu sehen, wie sich dieser Bereich durch die Digitalisierung verändert und welche neuen Chancen gewonnen werden, um die Aufmerksamkeit der Gesellschaft für wichtige Themen gewinnen zu können. Gleichzeitig verändert sich auch die Herangehensweise des Problemlösens und so wird der Designer vom Tun zum Denken animiert.


Mittels Freiwilligenarbeit soll eine Lösung gefunden werden, wie eine gerechte Verteilung stattfinden kann, sodass die Armutsthematik umgangen und Chancengleichheit ermöglicht werden kann.

Mentorat:

Dr. Ralf Michel

, Studio Integrative Design

Manuel von Allmen

, Unternehmer