Working in resonance with the past

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2022

# #Master-Thesis

Bei der Konzeption der Sanierung eines alten Hotels sah sich Lara mit der Aufgabe konfrontiert, gestalterische Entscheidungen über die Überbleibsel einer Bausubstanz zu treffen, die jeglicher authentischer architektonischer Aussagekraft beraubt war. Die Geschichte des Ortes reichte jedoch viel tiefer und die Erinnerungen waren bedeutender, als alle formalen Aspekte des Gebäudes. Mit dem Ziel, dem Gebäude seine lettres de noblesse zurückzugeben, begann Lara, einige der gegenwärtigen Arbeitsmethoden der Disziplin der Architektur und des Designs zu überdenken.



In ihrer Forschung nähert sich Lara dem Thema der Konservierung auf eine experimentelle Weise, indem sie eine Brücke zwischen den Designdisziplinen schlägt und so verschiedene Perspektiven und Arbeitsprozesse miteinander in Verbindung bringt. Durch Einblicke in die künstlerische Forschungspraxis und durch das Reflektieren alternativer Wege um die Semiologie eines Ortes oder Objekts zu erfassen, formt sie einen Leitfaden, der ihr bei der Suche nach Mitteln helfen könnte, dem immateriellen Erbe des Gebäudes neue Substanz zu verleihen, die sich mit seiner Geschichte zu einer Einheit verbindet.


Laras Forschungsprojekt führte zu einer Gestaltungsmethode, die die Vorstellungskraft durch die Evokation von Worten anregt: Blindfulness.

Der Vorschlag ihrer Methode ergänzt den Ideenfindungsprozess des Design Thinkings. Der narrative Prozess, der in Blindfulness verwendet wird, konzentriert sich auf die Beschreibung des Objekts für eine fiktive sehbehinderte Person, wodurch die Bedeutung der Paradigmen, die das eigene Sehen prägen, vollständig verschoben wird und die gesamten sensorischen Qualitäten als vorherrschende Sensoren fungieren. Während dieses intensiven, reflektierenden und beschreibenden Prozesses entsteht eine persönliche und emotionale Verbindung zu dem Objekt.

Mentorat:

Ralf Michel, Jörg Wiesel, Simon Husslein

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